Auseinandersetzung mit der Todesstrafe

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Gerade noch rechtzeitig vor Schließung der Schulen besuchte am 13. März Frau Gabriele Uhl, Vorsitzende der „Initiative gegen die Todesstrafe“, den Religionskurs der Klassen 10EHa und 12 EH, sowie die 11 HBFI mit Frau Pepping und Herrn Lindemann. Und zwar schon zum zweiten Mal, nachdem beim ersten Besuch wegen starker Schneefälle nur ein Teil der Schüler und Schülerinnen anwesend sein konnte.

Frau Uhl ist seit vielen Jahren im brieflichen und immer wieder auch im persönlichen Kontakt mit Häftlingen, die im Todestrakt von Huntsville, Texas, jahrelang bis zu ihrer Hinrichtung inhaftiert sind. Darüber hinaus war sie persönlich Zeugin dreier Hinrichtungen, was ihr eine ungewöhnlich authentische Perspektive auf das Thema eröffnete.

Sie schilderte, wie über eine Bekannte der erste Kontakt zu einem der Todeskandidaten entstanden sei und wie sich dieser schnell intensiviert habe. Innerhalb des bis zur Hinrichtung verbleibenden halben Jahres sei es ein Austausch über die Kunst, die Auseinandersetzung mit der eigenen Schuld und die erstaunlich lebensbejahende Perspektive des Häftlings gewesen. Sie sei dann von ihm gebeten worden, seiner Hinrichtung beizuwohnen und habe dies nach anfänglichem Zögern auch getan. Auf Nachfrage mehrerer Schüler beschrieb sie ihr Gefühl zu dieser Hinrichtung so: Sie habe, bei allem Wissen um die Schuld des Betroffenen, diese Hinrichtung als anmaßenden und überheblichen Akt empfunden, in dem der Staat ohne Not einen gesunden und persönlich geläuterten Menschen töte.

Auch von zwei weiteren Häftlingen berichtete Frau Uhl. Besonders die zahlreichen Fotos aus dem Leben der Insassen des Todestrakts ermöglichten den Zuhörern eine ungewöhnliche Perspektive auf dieses nach wie vor intensiv diskutierte Thema.

Die zahlreichen Nachfragen, besonders zu Frau Uhls persönlicher Bewertung der Todesstrafe in all ihren Aspekten, machten deutlich, dass die Schüler und Schülerinnen sich einließen auf diesen besonderen Zugang zu einem besonderen Thema.

Wir danken Frau Uhl nochmals für ihre Informationen und verweisen bei Fragen auf die Seite: www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de.

Eva Müller

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